8 September 2026

7 Alltagsfehler beim Einbruchschutz

Modernes Einfamilienhaus in der Abenddämmerung mit beleuchteten Fenstern und gekipptem Erdgeschossfenster als Symbol für einen typischen Fehler beim Einbruchschutz

Symbolbild, KI-generiert

Oft sind es keine außergewöhnlichen Schwachstellen, die ein Zuhause für Einbrecher interessant machen. Viel häufiger sind es kleine Gewohnheiten im Alltag: ein gekipptes Fenster, eine nur zugezogene Haustür oder deutlich sichtbare Zeichen dafür, dass gerade niemand zu Hause ist.

Dabei zeigen aktuelle Zahlen, wie wichtig wirksamer Einbruchschutz weiterhin ist. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2025 bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Einbruchsversuchen registriert. Gegenüber 2024 mit 78.436 Fällen entspricht das einem Anstieg von rund 5,7 Prozent.

Eine weitere Zahl ist jedoch mindestens genauso interessant: 44,9 Prozent der Wohnungseinbrüche scheiterten bereits beim Versuch.

Das zeigt: Einbruchschutz kann wirken. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne Maßnahme, sondern das Zusammenspiel aus sicherheitsbewusstem Verhalten, mechanischem Schutz und sinnvoll eingesetzter Sicherheitstechnik.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Einbruchschutz

1. Gekippte Fenster bei Abwesenheit

„Ich bin doch nur fünf Minuten weg.“ Genau dieser Gedanke kann zum Sicherheitsrisiko werden.

Ein gekipptes Fenster sollte bei Abwesenheit nicht als geschlossen betrachtet werden. Auch Balkon- und Terrassentüren sollten vollständig geschlossen werden – unabhängig davon, ob Sie nur kurz zum Einkaufen fahren, mit dem Hund unterwegs sind oder einen Nachbarn besuchen.

Merksatz: Wer das Haus verlässt, schließt Fenster, Balkon- und Terrassentüren vollständig.

Das gilt besonders für leicht erreichbare Bereiche im Erdgeschoss, an Terrassen, Balkonen, Garagenanbauten oder schlecht einsehbaren Gebäudeseiten.

2. Die Haustür nur ins Schloss ziehen

Auch bei der Haustür kann Bequemlichkeit die Sicherheit reduzieren.

Eine lediglich zugezogene Tür bietet nicht denselben Schutz wie eine ordnungsgemäß verschlossene Tür. Deshalb sollte die Eingangstür auch bei kurzer Abwesenheit abgeschlossen werden.

Neben dem richtigen Verhalten spielt die Konstruktion der Tür eine wichtige Rolle. Schloss, Schließblech, Beschläge, Zarge und Verriegelung sollten als Gesamtsystem betrachtet werden.

Bei Neubau oder Austausch empfiehlt die Polizei geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN EN 1627, mindestens in der Widerstandsklasse RC 2.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention: Technische Sicherheit

3. Sich auf Rollläden als Einbruchschutz verlassen

Geschlossene Rollläden vermitteln auf den ersten Blick Sicherheit. Herkömmliche Standardrollläden sind jedoch nicht automatisch einbruchhemmend.

Sie können Sichtschutz bieten und je nach Ausführung einen zusätzlichen Widerstand darstellen, ersetzen aber keine geeignete Sicherung von Fenstern und Terrassentüren.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Sind während einer längeren Abwesenheit sämtliche Rollläden rund um die Uhr geschlossen, kann dies nach außen signalisieren, dass niemand zu Hause ist.

Sinnvoller ist eine Kombination aus mechanischem Schutz und einer möglichst normalen Nutzung des Hauses.

4. Die eigene Abwesenheit deutlich sichtbar machen

Ein überfüllter Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden, über Tage unveränderte Beleuchtung oder Mülltonnen, die lange an derselben Stelle stehen – verschiedene Kleinigkeiten können den Eindruck vermitteln, dass ein Gebäude momentan nicht bewohnt ist.

Gerade bei Urlaub oder längerer Abwesenheit kann deshalb die Unterstützung durch Nachbarn, Freunde oder Familie sinnvoll sein.

Beispielsweise können sie:

  • den Briefkasten leeren,
  • Mülltonnen bewegen,
  • Rollläden betätigen,
  • gelegentlich nach dem Haus sehen und
  • auf ungewöhnliche Aktivitäten rund um das Grundstück achten.

Auch eine zeitgesteuerte Beleuchtung kann dazu beitragen, das Gebäude nicht dauerhaft verlassen wirken zu lassen.

Und ebenfalls wichtig: Veröffentlichen Sie längere Abwesenheiten möglichst nicht öffentlich in sozialen Netzwerken.

5. Ersatzschlüssel rund ums Haus verstecken

Unter dem Blumentopf, im Gartenschuppen oder an anderen vermeintlich cleveren Stellen: Ein Ersatzschlüssel außerhalb des Hauses ist komfortabel, kann aber zum Sicherheitsrisiko werden.

Die Empfehlung ist deshalb eindeutig: Haustür- und Wohnungsschlüssel sollten nicht auf dem Grundstück versteckt werden.

Besser ist es, einen Ersatzschlüssel bei einer vertrauenswürdigen Person zu hinterlegen.

Ist ein Schlüssel verloren gegangen und kann nicht ausgeschlossen werden, dass er dem eigenen Haus oder der Wohnung zugeordnet werden kann, sollte auch über einen Austausch des Schließzylinders nachgedacht werden.

6. Nur auf Kamera oder Alarmanlage setzen

Moderne Sicherheitstechnik bietet heute viele Möglichkeiten. Videoüberwachung, Bewegungsmelder, Alarmanlagen und weitere elektronische Systeme können einen wichtigen Beitrag zum Schutz eines Gebäudes leisten.

Sie sollten jedoch nicht als Ersatz für den mechanischen Grundschutz verstanden werden.

Denn zunächst sollte es einem Täter möglichst schwer gemacht werden, Fenster oder Türen überhaupt zu überwinden.


Sinnvoll ist ein mehrstufiges Sicherheitskonzept:

1. Verhalten
Fenster schließen, Türen abschließen und unnötige Hinweise auf Abwesenheit vermeiden.

2. Mechanische Sicherung
Fenster, Türen und andere relevante Zugänge widerstandsfähiger gestalten.

3. Frühzeitige Erkennung
Einen Einbruchsversuch möglichst früh erkennen.

4. Alarmierung und Abschreckung
Auf einen erkannten Angriff unmittelbar reagieren.

Gerade die Kombination dieser Ebenen kann wesentlich wirkungsvoller sein als das Vertrauen auf eine einzelne Sicherheitsmaßnahme.

7. Nur Haustür und Straßenfront betrachten

Bei einer Sicherheitsbetrachtung sollte nicht ausschließlich die Haustür im Mittelpunkt stehen.

Relevant sind grundsätzlich alle erreichbaren Zugänge zum Gebäude. Dazu können gehören:

  • Terrassentüren,
  • bodentiefe Fenster,
  • Kellerfenster,
  • Nebeneingänge,
  • Garagenzugänge,
  • Anbauten und
  • schlecht einsehbare Seiten- oder Rückbereiche.

Welche Stellen tatsächlich relevant sind, hängt stark von der jeweiligen Immobilie ab.

Deshalb ist eine individuelle Betrachtung des Gebäudes sinnvoller als eine pauschale Lösung nach dem Motto „Eine Alarmanlage reicht“.

Infografik mit sieben typischen Alltagsfehlern beim Einbruchschutz wie gekippten Fenstern, unverschlossenen Türen und versteckten Ersatzschlüsseln

Symbolbild, KI-generiert


Mechanik und moderne Frühwarntechnik sinnvoll kombinieren

Ein wirkungsvolles Sicherheitskonzept beginnt beim Widerstand gegen einen Einbruchsversuch. Mechanische Sicherungsmaßnahmen an Fenstern und Türen spielen deshalb eine zentrale Rolle.

Moderne Sicherheitstechnik kann diese Basis gezielt ergänzen.

Genau hier setzt beispielsweise das FR.ED Einbruch-Frühwarnsystem von Suritec an. Anders als eine klassische Alarmanlage, die häufig erst auf Ereignisse innerhalb eines bereits betretenen Gebäudes reagiert, ist FR.ED darauf ausgelegt, typische Einbruchsversuche bereits beim Angriff auf die Gebäudehülle zu erkennen.

Dadurch entsteht ein wichtiger zusätzlicher Faktor:

Einbruchsversuch → frühzeitige Erkennung → Alarmierung → Abschreckung

FR.ED arbeitet kabellos, benötigt keine klassische Leitungsverlegung und kann dadurch auch in bestehenden Wohnhäusern, Wohnungen und Gewerbeobjekten eingesetzt werden.

Dabei gilt auch hier: Frühwarntechnik ersetzt keinen sinnvollen mechanischen Schutz. Besonders wirkungsvoll ist ein auf die Immobilie abgestimmtes Gesamtkonzept.


Warum gescheiterte Einbruchsversuche eine wichtige Botschaft liefern

Dass 2025 rund 44,9 Prozent der registrierten Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium blieben, ist für Eigentümer eine wichtige Erkenntnis.

Ein Einbruchsversuch muss nicht zwangsläufig erfolgreich sein.

Jeder zusätzliche Widerstand kostet Zeit. Jede frühzeitige Erkennung erhöht das Risiko für den Täter. Und jede zusätzliche Hürde kann dazu beitragen, dass ein Einbruchsversuch abgebrochen wird.

Deshalb sollte Einbruchschutz nicht erst beginnen, wenn sich jemand bereits im Gebäude befindet.

Das Ziel muss sein, einen unbefugten Zutritt möglichst zu verhindern – und einen Einbruchsversuch möglichst früh zu erkennen.


Einbruchschutz in Hennef, Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis

Wie gut ist Ihr Zuhause tatsächlich geschützt?

Diese Frage lässt sich am besten direkt an der Immobilie beantworten. Denn ein Einfamilienhaus in Hennef stellt andere Anforderungen an den Einbruchschutz als eine Stadtwohnung in Bonn, ein Wohnhaus in Köln oder ein Gewerbeobjekt im Rhein-Sieg-Kreis.

BECK SECURE betrachtet deshalb nicht nur einzelne Produkte, sondern die konkrete Situation vor Ort.

Dazu gehören unter anderem:

  • erreichbare Fenster und Türen,
  • Terrassen- und Nebeneingänge,
  • schlecht einsehbare Gebäudebereiche,
  • vorhandene mechanische Sicherungen,
  • mögliche Schwachstellen und
  • Möglichkeiten zur Ergänzung durch moderne Sicherheitstechnik.

Auf Wunsch können Sie sich auch das FR.ED Einbruch-Frühwarnsystem direkt vor Ort vorführen lassen.


Fazit: Einbruchschutz beginnt mit den täglichen Gewohnheiten

Wirksamer Einbruchschutz muss nicht bei komplizierter Technik beginnen.

Bereits konsequentes Verhalten kann typische Risiken reduzieren: Fenster vollständig schließen, Türen abschließen, Ersatzschlüssel nicht draußen verstecken und bei längerer Abwesenheit keine offensichtlichen Hinweise hinterlassen.

Darauf sollte ein solider mechanischer Schutz aufbauen.

Moderne Frühwarn- und Alarmtechnik kann anschließend eine zusätzliche Sicherheitsebene schaffen – mit dem Ziel, einen Angriff auf das Gebäude möglichst frühzeitig zu erkennen und den Täter abzuschrecken.

Machen Sie es Einbrechern nicht unnötig leicht.

Sie möchten wissen, wie gut Ihre Immobilie geschützt ist?

Vereinbaren Sie einen persönlichen Sicherheitscheck mit BECK SECURE. Gemeinsam betrachten wir mögliche Schwachstellen Ihrer Immobilie und zeigen Ihnen, welche Maßnahmen für Ihr Haus, Ihre Wohnung oder Ihr Gewerbeobjekt sinnvoll sein können.


Häufige Fragen zum Einbruchschutz

Ja. Bei Abwesenheit sollten Fenster vollständig geschlossen werden. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass gekippte Fenster sicherheitstechnisch wie offene Fenster zu betrachten sind.

Normale Standardrollläden sind kein Ersatz für einbruchhemmende Fenster oder zusätzliche Fenstersicherungen. Für geprüfte einbruchhemmende Rollläden gelten besondere Anforderungen.

Bei neuen einbruchhemmenden Fenstern und Türen empfiehlt die Polizei geprüfte und zertifizierte Konstruktionen nach DIN EN 1627 ab Widerstandsklasse RC 2.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention: Technische Sicherheit

Eine Alarmanlage oder andere elektronische Sicherheitstechnik sollte den mechanischen Grundschutz sinnvoll ergänzen. Ein mehrstufiges Konzept aus Verhalten, Mechanik, frühzeitiger Erkennung und Alarmierung bietet einen umfassenderen Ansatz.

Je früher ein Einbruchsversuch erkannt wird, desto früher kann eine Alarmierung oder Abschreckung erfolgen. Das Ziel besteht darin, möglichst nicht erst auf einen bereits erfolgten Zutritt zu reagieren.

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